Es ist einer dieser trüben Tage, wo alles nur grau um Dich herum ist. Du sitzt im Hotel, gehst ans Meer, aber siehst nicht einmal den Horizont. Das Grau des Himmels verschwimmt im Grau des Wassers. Immerhin ist es nicht kalt.

Was bleibt einem bei einem solchen, gänzlich unitalienischem Wetter nur übrig, als einen gemütlichen Spaziergang am Lungomare zu machen? Genau, nichts. Also rein in die Schlappen und ab zum Castello di Miramare. Es liegt so schön auf dem kleinen Küstenvorsprung und bei jedem Schritt, kann man es aus einer leicht anderen Perpektive bewundern. Erst aus der Ferne und mit jedem Schritt und jedem Meter rückt es immer näher. Irgendwann, wenn man die bunten Touristenbusse passiert hat, steht man von dem Eingangstor. Das Schlösschen ist klein, aber fein. Schulklassen machen hierher ihre Ausflüge, Touristen sind immer da und wenn die Sonne scheint, kann man am angrenzenden Park auch wunderbar die Zeit verbummeln und Menschen beobachten, Picknicken oder einfach inne halten und ein paar Schritte durch das Grün machen. Das Meer kämpft derweil stets hörbar mit dem Felsen. Mal mehr und mal weniger. Es beruhigt.

Das Schloss ist mittlerweile ein Museum geworden und über die Jahre haben sich so viele Skulpturen angesammelt, dass man die sowohl im Park als auch im Gebäude selbst ausstellt. Nett ist das und wenn man das Museum betritt, kann man sich schon ein klein wenig zurückversetzt fühlen, als die Habsburger das Schlösschen irgendwann einmal erbaut haben.  Erhaben und irgendwie auch glamourös. Da passt es wunderbar, dass hinten im Freien auf der Balustrade ein paar Mexikaner „Mode-Bildchen“ von ihren Frauen zu schießen versuchen. Es stimmt, man fühlt sich wohl, auch wenn die Sonne sich so gar nicht blicken mag. Immerhin für Aufnahmen in Schwarzweiß eignet sich das Wetter vortrefflich.

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