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Was macht man eigentlich, wenn es zu dem Bild keine Geschichte gibt? Oder umgekehrt? Man wühlt im Gedächtnis, was man denn schreiben könnte, findet aber nichts. Eine Zitrone also. Auf dem Tisch. Stillleben.
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Wie trist muss das Leben einer Plastikente wohl sein?! Und noch dazu, wenn sie in einem Hotelzimmer eingesperrt ist und nicht mal den Sinn ihres Entendaseins erfüllen kann. Nämlich den, des Schwimmens. Ich könnte ihr vielleicht den Gefallen tun und das Waschbecken zum Mini-Basin umfunktionieren. Tue ich aber nicht.
Räucherlachs auf Brot
Mal wieder Triest, mal wieder in der Stadt, die mich mit jedem Besuch mehr begeistert. Es ist diese unaufgeregte Art der Norditaliener dort, die so viel übrig haben für Leben und Genuss. Wahrscheinlich liegt das an der Nähe zu Slowenien. Denn wenn man am Wochenende Zeit hat, gibt es fast nichts schöneres, als sich auf die Vespa zu schwingen und in das bergige Hinterland zu fahren. Hier warten die slowenischen Weinbauern darauf, ihre Produkte an den Mann zu bringen. Und das im wörtlichen Sinne. Frauen sieht man so gut wie nie und wenn doch, könnte es gut sein, dass sie die Gattin des Chefs ist und obendrein bedient.
Der Wein ist weiß und wird in rauen Mengen kredenzt. Aus diesem einfachen Grunde sollte man in jedem Falle auch von den essbaren Erzeugnissen probieren: Weißbrot, Schinken, Oliven, Käse, eigentlich gibt es alles, was der Herz begehrt und bei dieser Hitze Sinn macht. Eine leichter Einkehrschwung im “Smicer”, wie die Lokale hier genannt werden. Eines ist schöner als das andere. Oft verstecken sie sich in den kleinen, verwinkelten slowenischen Dörfern, und selbst wenn sie ausgeschildert sind, heißt das nicht automatisch, dass man sie findet. Doch jeder Umweg bedeutet automatisch eine weitere Sightseeingtour.
Nach dem dritten oder vierten Smicer sollte man dann aber entweder eine Wasserpause einlegen, noch mehr essen, ganz aufhören zu trinken oder sich einfach auf dem Rasen in den Schatten legen. Vielleicht aber auch alles zusammen. Immerhin vermeidet man auf diese Weise Ärgert mit der Polizei, die gerne mal in die Berge fährt, um ein paar Kontrollen zu machen.
Am Spätnachmittag wird man dann mit fantastischen Blicken auf Triest belohnt. Nach jeder Kurve zeigt sich ein anderer Teil der Stadt und ist man endlich von der Vespa runter, kann man den Tag gemütlich ausklingen lassen. In der Fußgängerzone, im Salumare, auf einen Weißwein und ein Stück geräuchertem Lachs. Anschließend kann man die verspätete Siesta noch einmal nachholen.