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Schiffspause
Vier Stunden später ist der größte Spuk dann für die Hälfte erst einmal vorbei. Die Reisenden haben sich gewaschen, angezogen und sich am Frühstücksbuffet den Bauch vollgeschlagen, vielleicht sogar den ersten GinTonic bereits wieder intus, ehe sie die Schiffswände gegen eine Busfahrt zu irgendeinem Touristenziel eintauschen und sie sich dann nicht nur 90 Prozent der Zeit den Hintern platt sitzen, sondern auch tolle Erinnerungsfotos aus der Fensterschreibe schießen.
Der Ausstieg ist hektisch und dann ist das Schiff plötzlich zu drei Vierteln leer. In den öffentlichen Bereichen ist es ruhig geworden. Man nimmt das ständige Brummen des letzten verbliebenen Motors als Aufforderung wahr, um einfach einen Moment inne zu halten. Das Schiff gehört jetzt den wenigen, die hier geblieben sind. Ich meine, wirklich hier geblieben und nicht bereits halbnackt auf dem Sonnendeck. Der Augenblick gehört uns. Und das schönste dabei: Der GinTonic schmeckt wunderbar auch ohne dass man die Planken des Schiffes je verlassen müsste.